Das Projekt „Fit 4 Future“ gibt es in Tuttlingen seit 2006. Im ersten Jahr lief es unter der Bezeichnung „Post Bewerbung“ und wurde konzeptionell von einem Landkreis-Kollegen übernommen. Bereits 2007 bekam das Projekt seinen neuen Namen und wurde sowohl inhaltlich, als auch den Ablauf betreffend umgestaltet. Für 2008 sind weitere Veränderungen geplant – Ziel ist es eine bestmögliche Förderung der Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen beider Tuttlinger Hauptschulen im Bereich Bewerbung / Vorstellungsgespräch zu erreichen.

Das Projekt wird mit den 8. Klassen der Hauptschulen durchgeführt, da die Jugendlichen sich Ende des Schuljahres um Lehrstellen bewerben müssen, um nach Abschluss der 9. Klasse einen Ausbildungsplatz zu haben. Im zweiten Halbjahr der 8. Klasse ist darüber hinaus auch im Lehrplan für den Deutschunterricht das Thema „Bewerbung“ vorgeschrieben.

Gliederung 

Das Projekt gliedert sich in 3 Teile.  Diese sind „Bewerbungsunterlagen“, „Vorstellungsgespräch / Telefontraining“ und „Vorstellungsgespräch in der Praxis“.

 „Bewerbungsunterlagen

Im Deutschunterricht wird dieses Thema ausführlich erarbeitet. Somit soll im Projekt F4F lediglich eine Wiederholung stattfinden. Diese findet in kleineren Gruppen und in einem anderen Kontext statt, so dass viele Schüler oftmals erst durch diese Wiederholung das Thema richtig erfassen. In diesem ersten Teil werden Form und Inhalte von Lebenslauf und Anschreiben besprochen. Darüber hinaus was bei der Bewerbungsmappe zu beachten ist, wie das Lichtbild auszusehen hat und welche Anlagen in die Bewerbungsmappe gehören. Am Ende dieses Blocks bekommen die Jugendlichen die schriftlichen Unterlagen zu diesem Thema.

 „Vorstellungsgespräch / Telefontraining

Im zweiten Teil des Projektes wird das Vorstellungsgespräch besprochen und trainiert. Es geht zunächst um die passende Garderobe, das richtige Auftreten, Umgangsformen und Verhaltensregeln und die Jugendlichen erarbeiten sich diese thematisch selbst. Dann soll das Vorstellungsgespräch geübt werden. Dabei spielt ein Jugendlicher den Bewerber und ein anderer den Personalchef. Die anderen Jugendlichen beobachten das Gespräch und reflektieren es danach. Über dieses Rollenspiel werden auch die häufigsten Fragen, die in Vorstellungsgesprächen gestellt werden besprochen.

Außerdem finden heutzutage immer mehr Einstellungstest statt, bevor es überhaupt zu Vorstellungsgesprächen kommt. Auch diese sollten in Ansätzen besprochen und den Jugendlichen erklärt werden.

Das Telefontraining ist ein wichtiger und interessanter Teil des Projekts Fit4Future. Den meisten Jugendlichen fällt es unheimlich schwer sich am Telefon korrekt zu artikulieren, wenn am anderen Ende nicht der Freund / die Freundin sitzt, sondern eine Firma oder ein Betrieb. Im Telefontraining sollen die Jugendlichen nachfragen, wann ihr Vorstellungsgespräch stattfindet.

Diese Situation wird zwar in der Realität selten vorkommen, da die Jugendlichen per Post über den Zeitpunkt ihres Vorstellungsgespräches informiert werden, aber wenn sie an diesem Termin verhindert sind, müssen sie in der Firma anrufen, oder wenn sie anderweitige Informationen brauchen.

 „Vorstellungsgespräch in der Praxis

Im letzten Teil des Projektes finden die Vorstellungsgespräche in den richtigen Firmen und Betrieben statt. Die Jugendlichen haben bereits Anfang des Jahres ihre Berufswünsche genannt, woraufhin für jeden die am möglichst besten passende Firma gesucht wurde. Nach dem ersten Projektteil haben die Jugendlichen erfahren wo sie sich bewerben sollen und ihre Bewerbungsunterlagen danach beim Stadtjugendreferat eingereicht. Nun finden also die Vorstellungsgespräche statt. Die Jugendlichen müssen selbständig zum Gespräch erscheinen und dieses unter realistischen Bedingungen durchführen. Idealerweise ist nicht nur der Ausbildungsleiter der entsprechenden Firma beim Gespräch anwesend, sondern auch einer der Projektleiter (vom SJR oder eine Lehrerin / ein Lehrer). Nach dem Gespräch erhalten die Jugendlichen eine Reflexion darüber, was sie gut gemacht haben und was sie noch verbessern müssen.

Nach ihren Vorstellungsgesprächen erscheinen die Schülerinnen und Schüler nochmals zu einem Gespräch im JuKuZ bei dem sie von ihrem Gespräch berichten können, bei dem die Bewerbungsmappe nochmals durchgeschaut wird und die Jugendlichen nochmals Tipps erhalten.

Die Schülerinnen und Schüler haben nun 2 Wochen Zeit ihre Bewerbungsmappen zusammen zu stellen und diese bei den Lehrern oder beim Stadtjugendreferat abzugeben. Jugendliche, die dies nicht schaffen, scheiden an diesem Punkt aus dem Projekt aus und gehen an den beiden folgenden Projekttagen zur Schule.

Informationen für teilnehmende Firmen

Die Firmen, die bisher mit Erfolg am Projekt Fit4Future teilgenommen haben, werden bei bekannt werden des jeweiligen Datums angerufen und gefragt, ob sie wieder teilnehmen. Darüber hinaus werden auch Firmen angefragt, die bisher nicht am Projekt teilgenommen haben. So wird versucht für jeden Schüler ein passendes Unternehmen zu finden. Die Betriebe bekommen 1 Woche vor dem Vorstellungstermin die Bewerbungsunterlagen der Schülerinnen und Schüler, sowie eine Liste der Jugendlichen, die zu ihnen kommen.

Die Vorstellungsgespräche sollen Training unter möglichst realistischen Bedingungen sein. Wichtig ist deshalb, dass die Betriebe jedes stattgefundene Vorstellungsgespräch und auch die vorliegenden Bewerbungsunterlagen mit den Jugendlichen kurz konstruktiv reflektieren. Es geht nicht darum den Jugendlichen aufzuzeigen, was sie alles schlecht gemacht haben. Die Jugendlichen sollen motiviert und gestärkt aus der Reflektion hinaus gehen. Es gilt Positives aufzuzeigen und auch den Jugendlichen zu erklären, was sie noch verbessern können.

Optimalerweise erhält der Jugendliche eine kurze Notiz vom Ausbildungsleiter, die er dann mitnehmen kann.

Nachhaltigkeit

 Das Projekt beansprucht für sich eine gewisse Nachhaltigkeit. Durch das Projekt lernen die Schüler nicht nur mehr zum Thema Bewerben, sondern sie lernen auch ihre Lehrer/innen, die Schulsozialarbeiterinnen und die Mitarbeiterin der Jugendagentur besser kennen. Dadurch öffnet sich für sie auch die Möglichkeit bei Schwierigkeiten während der Bewerbungsphase zu wissen, an wen sie sich wenden können um Hilfe zu bekommen.

Auch die Angst vor unbekannten Situationen soll durch dieses Projekt vermindert werden. Wichtig für die Nachhaltigkeit ist deshalb, dass die Schülerinnen und Schüler auf jeden Fall ein positives Gefühl aus diesem Projekt mitnehmen und nicht das Gefühl haben, (wieder) gescheitert zu sein und (wieder) einen wichtigen Punkt im Leben nicht gemeistert zu haben.

Wir danken den teilnehmenden Firmen seit 2007!

Aesculap AG & Co.KG
Altenzentrum St. Anna
AOK die Gesundheitskasse
Autohaus MaxMoritz GmbH & Co.KG
Autohaus Riess
BBQ
Berchtold GmbH
BfZ Möhringen
Binder GmbH
Café Martin
Chiron-Werke GmbH & Co.KG
Coiffeur Velly (Spaichingen)
Cornelia Gottschalk (JBH)
Deichmann-Schuhe
Die Wohnbau
Diener Gipser u. Stuckateurgeschäft
Dr.med. Mussler
Dr. Sima Zahn-, Mund- & Kieferheilkunde
E center Tuttlingen
Eickemeyer Medizintechnik für Tierärzte
Eigenbetrieb Tuttlinger Hallen
Elias-Schrenk-Haus
Engel Apotheke
Euronics XXL Mega Company
Extra Bau+ Hobby
Firma Wenkert
Foto Setzinger GmbH
Friseursalon Glück
Friseursalon Hairline
Friseur Staudacher GmbH
Frisör Manger
Gärtnerei Arnulf Hosch
Gebr. Reinartz GmbH
Gemeinschaftspraxis Dr. Maier
Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Graf Hardenberg GmbH & Co. KG

 Haller - Mode für den Mann
Haus der Familie
Henke-Sass, Wolf GmbH
Hertie
Hilzinger Fliesen und Natursteine
Honberg Apotheke
Hotel Traube
Hotel Schlack
Hubertus Apotheke
IAS Institut für Arbeits- & Sozialhygiene Stiftung
Intersport Butsch
Julia Davina Fritz Fotografie und Design
Juwelier Emil Storz
Jürgen Zinsmayer (LRA)
Karl Storz GmbH & Co.KG
Kaufland
KK Kraus
Klinikum Landkreis Tuttlingen
Kreissparkasse Tuttlingen
Landhotel Hühnerhof
Leibinger Medizintechnik GmbH & Co. KG
Leonhard Störk GmbH Hoch- und Tiefbau
Link-Straub H. Dr. med. vet.
Malerbetrieb Herre
Maler- und Stuckateurgeschäft Diener Martin Raum und Design
Medicon Chirurgie- & Dentalinstrumente
Meisterbäckerei Schneckenburger
Notariat Tuttlingen Notar Setzer Polizeidirektion Tuttlingen
Praktiker Bau- und Heimwerkermarkt
Quick Schuh
Rathaus Apotheke
Real Markt
Rechtsanwalts- und Notarkanzlei Werner
Schilli Dachbau
Schreinerei Hunzinger
Stadler Optik GmbH & Co. KG
Stadt-Bäckerei
Stadtbibliothek
Stadt Tuttlingen
Talhof Familie Hofer
Volksbank Donau-Neckar eG
Zweirad-Center Nerz